Über uns

Die Inhalte dieser Seite sind im Rahmen des Seminars "Medienarbeit in der Schule - Web 2.0 und Social Media" entstanden, das seit 2011 an der Universität Koblenz-Landau stattfindet. Konzipiert und realisiert wurde dieses Angebot von medien+bildung.com

best-practice-Projekte zum Social-Media-Einsatz in der Schule

Einige Studierende aus dem Kurs haben best-practice-Projekte beleuchtet, die den Einsatz von Social-Media-Tools im Schulunterricht umsetzen. Diese sieben Projekte werden vorgestellt:

  • Pantherblog der Maria-Montessori-Grundschule, Berlin
  • Die Conquista als TwHistory-Projekt
  • Ludwikishafen
  • RSG Wiki
  • Blog des LK Geographie am Gymnasium Dorfen
  • Elefantenklasse.de
  • Moodlekurs mit Ideen zur Medienbildung

Pantherblog der Maria-Montessori-Grundschule, Berlin
http://pantherblog.wordpress.com/

Der Pantherblog ist das Projekt einer 5ten Klasse der Maria-Montessori-Grundschule in Berlin. Ziel ist es, jede Woche etwas in ihr „Tagebuch“ zu schreiben. Ein Blog bietet sich speziell bei Grundschulen sehr gut an, weil sie leicht zu bedienen sind und es somit einfach wird Texte und Bilder im Web zu veröffentlichen. Die Pantherklasse der MMG nutze zum bloggen WordPress (www.wordpress.com), einen Bloganbieter der gute Funktionen unter einer praktisch organisierten und übersichtlichen Administrationsoberfläche kostenlos zur Verfügung stellt.
Die Blogseite der Schüler ist recht übersichtlich aufgebaut. Die Artikel werden in der Reihenfolge von neu nach alt untereinander, auf mehreren Seiten, angezeigt. Am rechten Rand findet sich eine zusätzliche Auflistung, um entweder thematisch oder chronologisch nach Monaten geordnet, auf die verschiedenen Artikel zu gelangen.
Generell sollen Blogs im Unterricht die Motivation der Schüler anregen, um einen besonders guten Text zu schreiben, da er für jedermann offen zugänglich ist. Sie dienen auch dazu, dass jeder Schüler seinen eigenen Schreibstil entwickeln, erproben und festigen kann. Zudem bilden die verschiedenen Einträge auf dem Schulblog nochmals einen Rückblick auf die Ereignisse des Schuljahrs. Dadurch bietet sich zusätzlich die Möglichkeit diese noch einmal zu reflektieren, in dem  die Schüler Kommentare zu den einzelnen Artikeln verfassen können.
Bei dem Pantherblog ist, meiner Meinung nach, kritisch zu hinterfragen, ob der mediale Einsatz gerechtfertigt ist, beziehungsweise inwiefern er zu einer Steigerung der Medienkompetenz führt. Natürlich lernen die Schüler das Web 2.0-Tool „Blog“ kennen und verfassen Texte in ihm. Auch ist der Blog sicherlich immer wieder eine schöne Erinnerung an die erlebten Ereignisse und Veranstaltungen. Jedoch denke ich, dass die Umsetzung nicht optimal ist, da man von einer 5ten Klasse durchaus mehr erwarten kann, als auf dem Weblog gezeigt. Die Kompetenz einen Text   einzuschreiben und hochzuladen hat sicher jeder nach der ersten, beziehungsweise zweiten Nutzung
des Blogsystems entwickelt. Deshalb fehlt mir hierbei ein wenig die Steigerung des Anspruchs, um weiterhin eine Förderung und Verbesserung der medialen Kompetenz darzustellen.
(Nicolas Rauch)

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Die Conquista als Twitter-Projekt
http://geschichtsunterricht.wordpress.com/ und http://twitter.com/eisenmed/conquista

In meiner Ausarbeitung geht es um ein Twitter-Projekt im Geschichtsunterricht von Daniel Eisenmenger und die Betrachtung von dessen Vor- und Nachteilen.
Zum Einstieg kann man sagen, dass Daniel Eisenmenger das face-to-face Lernen in der Schule durch seine Website und das Social Network Twitter unterstützt und somit auch bereichert. Er nutzt es auf der einen Seite um Informationen weiterzugeben, aber auf der anderen Seite auch um die Schüler zum Mitmachen zu animieren.  In meinem auserwählten Beispiel steht die Eigeninitiative der Schüler im Vordergrund, denn sie müssen selbst aktiv werden.
Bei „Die Conquista als Twitter-Projekt“ schlüpfen die Schüler in die Rollen der historischen Personen und berichten aus ihrer jeweiligen Perspektive, als Azteke oder Spanier, auf Twitter über die Begegnung von Azteken und Spaniern und die Eroberung des Aztekenreiches. Auf der öffentlich zugänglichen Twitter-Seite ist zu erkennen, dass die Schüler in sechs Gruppen eingeteilt waren, um Tweets zu posten. So hat jeder Schüler seine Aufgabe und muss seiner Rolle gerechte Texte verfassen und diese als sogenannte Tweets in Twitter veröffentlichen.
Diese Art der Ausarbeitung der Schüler ist eine neue Form der Online-Projektarbeit. Im Internet fühlen die Jugendlichen sich wohl, es ist ihr Gebiet, und so ist es zwar eine schulische Arbeit, die sie erbringen müssen, aber mit dem Hintergrund des “Internet-Bonus“. Außerdem ist die Arbeit für sie motivierend und auch introvertierte Schüler, die sich im Unterricht eher zurückhalten, können bei dieser Aufgabe punkten. Es setzt die intensive Auseinandersetzung der Schüler mit der Thematik voraus, sodass der Lernprozess unumgänglich ist.
Abschließend ist zu sagen, dass das Projekt von Daniel Eisenmenger eine gute Abwechslung zum face-to-face Lernen in der Schule bietet.
(Jenny Becker)

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Ludwikishafen
http://www.ludwikishafen.de

Ludwikishafen ist ein Wiki-Projekt, das mit der Software „Mediawiki“ arbeitet. Media kommt von Medium und bedeutet Übermittler oder Vermittler. Wiki ist hawaiianisch und bedeutet schnell. Daher lässt sich Mediawiki mit „schnell vermitteln“ bzw. „schnell übermitteln“ übersetzen und erklären.
Auf genannter Internetseite befindet sich ein Informationsportal über die Stadt Ludwigshafen. Sie wird von medien+bildung.com in Zusammenarbeit mit den Schülern der Integrierten Gesamtschule Oggersheim geführt und verwaltet.
Die Startseite von Ludwikishafen besteht aus einem Informationstext, über welchen man mithilfe verschiedener Verlinkungen auf weitere Inhalte über die Stadt gelangt. Des weiteren gibt es Links zu verschiedenen Einrichtungen, beispielsweise in Bezug auf Kultur und Freizeit.
Ludwikishafen ist ein Projekt an dem sich mehrere Schulen aus verschiedenen Stadtvierteln Ludwigshafens beteiligen. Dies sind unter anderem die Anne-Frank Schule und die Hauptschule Wittelsbach. Sogenannte „Stadtwikis“ gibt es bereits über verschiedene Städte, neu an diesem Projekt ist allerdings der medienpädagogische Einsatz. Dies erklärt der stellvertretende Geschäftsführer Hans-Uwe Daumann in einem Videoauf der Startseite. Das Motto ist „Medien machen“. Es geht also darum verschiedene Medien nicht nur einzusetzen, sondern sie auch selbst zu produzieren.
Bei diesem Projekt gewinnen die Schüler Eigenschaften, die ihnen sowohl im Beruf also auch im privaten Leben weiterhelfen werden. So berichtet Melanie Jährling, Lehrerin an der Wittelsbacher Hauptschule, dass die Schüler offener geworden sind, ihre Teamfähigkeit verbessert und vor allem auch die sprachliche Kompetenz weiterentwickelt haben.
Was die Medienkompetenz betrifft, erwerben die Schüler neue Kenntnisse über das Internet. Zum einen worauf man achten muss bzw. welche Rechte dort gelten, zum anderen was man für welche Zwecke wie nutzen kann. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, dass die Identifikation mir der Schule, dem eigenen Viertel und der eigenen Stadt wächst.
Das Projekt Ludwikishafen wurde im Sommer 2009 gestartet. Es verbindet sprachliche, soziale, technisch gestalterische und partizipative Kompetenzen und bereitet die Schüler auf die Herausforderungen bei der Berufsorientierung vor.
(Cara Bitterwolf)

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RSG Wiki
http://wikis.zum.de/rsg/

RSG Wiki unterstützt die Internetpräsenz des Reichsstadt-Gymnasiums Rothenburg. Es zeigt die Benutzung neuer Medien im Schulalltag und soll zur Ergänzung des Unterrichts für Lehrer und Schüler dienen. Es gehört zu „ZUM-Wiki“, welches eine offene Plattform für Lehrinhalte und Lernprozesse ist und zum Austausch von Informationen, Erfahrungen und Ideen rund um Unterricht und Schule dient.
Die Startseite von RSG Wiki ist in die zwei Kategorien „Fächer“ und „Klassen“ gegliedert, welche die wesentlichen Inhalte der Seite bilden. Zusätzlich gelangt man im unteren Seitenbereich auf Links wie „Sicherheit am PC und im Internet“ oder „Videothek“. Bei letzterem findet man Videos, Flash-Animationen oder Links passend zu den Unterrichtsthemen. Diese sind bei den entsprechenden Fächern eingestellt und thematisch geordnet.
Nun einige inhaltliche Beispiele zu den Links unter „Fächer“:
Deutsch: Aufsatzthemen-Datenbank
Mathe: Übersicht des Grundwissens, Online-Übungen (teilweise animiert) und Online-Arbeitsblätter mit automatischer Überprüfung, prüfungsrelevante Themen und Inhalte des Abiturs
Englisch: Links zu Online-Wörterbüchern, Hilfen zum Schreiben von Seminararbeiten.
Des weiteren sind die Schulfächer in ihre einzelnen Jahrgangsstufen aufgeteilt und man findet eine Übersicht der verschiedenen Lehrpläne.
Da ZUM-Wiki für alle und somit öffentlich ist, gibt es auf der Hauptseite unter „Hilfe“ weitere Links, bei denen man zum Beispiel genaueres darüber erfährt, wie man eine Kurs- oder Klassenseite anlegt und verwaltet. Ebenso hat man hier die Möglichkeit, Fragen auf einer Diskussionsseite zu stellen.
Für die Schüler ist es eine sehr gute Möglichkeit, schnell an vertrauenswürdige Informationen zu kommen, ohne lästige Suchmaschinen benutzen zu müssen. Es gibt zahlreiche Links zu den einzelnen Fachgebieten, bei denen man oft zwischen verschiedenen Lern- und Informationsmethoden wählen kann. Zudem ist ein weiterer hilfreicher Punkt, dass man sowohl auf die einzelnen Schulklassen als auch auf das Gesamtfach an sich zugreifen kann. Auch für die Lehrer gibt es verschiedene Lehr- und Lernmethoden zu entdecken. Insgesamt ist es eine sehr gelungene Plattform, die informativ ist und zugleich sowohl von Lehrern als auch Schülern erstellt und genutzt werden kann.
(Cara Bitterwolf)

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Blog des LK Geographie am Gymnasium Dorfen
http://www.gohlkeweb.com/lkek/

Mein erstes Web 2.0-Projekt, das ich vorstelle, ist ein Blog des Leistungskurses Geographie eines Gymnasiums in Dorfen. Dieser Blog erstreckt sich über die gesamte Zeit des Leistungskurses, also über zwei Jahre von 2005 bis 2007. Es werden hier hauptsächlich Informationen zum vergangenen Unterricht aufgeführt, aber auch Termine, Informationen über Arbeiten, das Abitur, Exkursionen etc. Der Lehrer gibt lediglich die Information: Die Schüler sollen Einträge zur Erdkundestunde schreiben. Immer 2 Kursteilnehmer sollen wöchentlich je einen eigenen Artikel schreiben. Diese sollen in erster Linie Wissenswertes/Bemerkenswertes aus dem laufenden Unterricht enthalten, es dürfen aber auch kurze Zusammenfassungen eines geographischen Unterrichtsthemas sein. Unterrichtsinhalte dürfen auch mit zusätzlichen Informationen vertieft werden. Der Lehrer lässt den Schülern ab hier freie Hand (vermutlich gab es im Unterricht noch weitere Instruktionen zur Vorgehensweise). Den Schülern ist allerdings auch freigestellt, wer einen Eintag macht, deswegen sind es wohl häufiger die gleichen Schüler, die einen Beitrag bloggen. Ab jetzt stehen jeden Monat Informationen zum Unterricht auf der Homepage, was vermuten lässt, dass die Schüler Spaß bei der Sache hatten, oder die Artikel in irgendeiner Weiße bewertet wurden. Die Schüler müssen sich also auch außerhalb des Unterrichtes mit dem Thema Erdkunde beschäftigen, was der Lehrer durch den Blog gut kontrollieren kann. Aber nicht nur der Erdkundeunterricht wird hier festgehalten, sondern auch Exkursionen, die angestanden sind. Vermutlich steckt hier der Gedanke dahinter, dass sich die Schüler noch einmal mit ihrem Erlebnis auseinander setzen müssen. GEO-TV und GEO-News dienen ebenfalls außerhalb des Unterrichts für indirekten Lernstoff. Das Lernen mit dem Medium BLOG umzugehen, steht allerdings im Hintergrund, da ich vermute, dass viele Schüler sich eher schnell einarbeiten können. Ob es erklärt werden musste, wie sie agieren müssen, oder ob die Schüler das vorher schon gewusst hatten, kann man aus dem Blog leider nicht erkennen. Alles Weitere was in diesem Blog angesprochen wird (Arbeitstechniken, Facharbeiten, Abitur, Referate), sind lediglich Informationen, die außerhalb des Unterrichts besprochen werden können. Die Zeit, um das im Unterricht ausführlich zu erzählen und/oder zu erklären, kann sich der Lehrer somit sparen. Wie man also erkennen kann, hat der Lehrer den gesamten Fokus auf die Schüler gelegt, sie handeln und agieren in ihrem Sinne und dennoch hat der Lehrer die Kontrolle über die gestellte Aufgabe.
(Laura Allgeier)

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Elefantenklasse.de
http://elefantenklasse.de/

Mein zweites Projekt ist ein Schülerblog einer 2. Klasse Grundschule. Die Idee die hinter diesem Blog ist ausführlich auf der Homepage beschrieben. Im Generellen geht es darum, die Kinder in Lesekompetenz zu schulen, sie mit dem Medium Computer vertraut zu machen und das Arbeiten mit dem Internet als „interaktive Handlungszone mit allen Gefahren“ zu nutzen. Die Kinder lernen also ganz nebenbei mit Tastatur, Maus, Bildschirm umzugehen, aber auch mit den alltäglichen Programmen, vor allen Dingen mit dem Internet zu agieren. Der Computer wird also als Arbeitsmaterial eingesetzt. Nachdem die Kinder das Basiswissen erlangt haben, mit Schreiben, Gestalten, Onlinestellen etc. zu agieren, kann die Arbeit am Blog losgehen. Dieser ist allerdings anderes als andere, denn die Kinder sollen von der Schule aus arbeiten. Der Lehrer und die Schüler lesen die Beiträge gemeinsam Korrektur und stellen sie dann gemeinsam ins Internet. Hierzu muss natürlich ein Computer gegeben sein, der im Klassenzimmer oder in der Nähe des Klassenzimmer ist, ansonsten ist so ein Blog nicht durchführbar. Ebenfalls sollte eine Extrastunde gefunden werden, damit man so auf Dauer nicht den Unterrichtsstoff vernachlässigt. Dies ist aber in dieser Klasse alles gegeben. Die Kinder sollen hier gemeinsam entscheiden, was auf der Homepage veröffentlicht wird. Natürlich soll es mit dem Unterricht zu tun haben, aber auch über Wochenende oder Ferien der Kinder darf berichtet werden. So ist es immer spannend für die Kinder, da sie über eigene Erlebnisse berichten dürfen. Der Blog soll über die gesamte Grundschulzeit berichten. Die Kinder können so die gelernten Erfahrungen mit dem Medium unwissend speichern. Wenn man sich den Blog genauer anschaut, kann man die Freude der Kinder erkennen. Über alle Dinge die sie erleben, die mit der Schule zu tun haben, Geburtstage, Feste, bestimmte Fächer, wird berichtet. Auch wurde in dem Blog Wert darauf gelegt, dass alles veröffentlicht werden kann. Die Kinder wissen, dass sie keine Schimpfwörter veröffentlichen dürfen, hierbei lernen sie dass das soziale Leben auch im Internet gewahrt werden muss. Was für die Kinder besonders toll an ihrem Blog ist, ist dass sie immer wieder ihre letzten Erlebnisse nachlesen können, aber auch zusätzliche Links, die auf der Homepage angegeben sind, können die Kinder besuchen. Es sind Spiele-Links, Informationen, etc. so können die Kinder auch von zu Hause ihre Homepage besuchen und mit ihr Neues erleben.  Als Resumé für den Blog gilt zu sagen, dass es gut ist, Kinder früh an den Computer heranzuführen, da im heutigen Leben Nichts mehr ohne Medien geht. Die Kinder lernen, spielerisch am Computer zu arbeiten, aber auch den Unterricht noch einmal wiederzugeben. Die Materialien, mit denen sie gearbeitet hatten, können sie sich noch einmal anschauen. Die Kinder lernen also mit viel Spaß, neue Medien zu nutzen.

Es gibt viele Hintergründe, ein Medium unterrichtsbegleitend zu nutzen, dennoch muss man abwiegen, ob der Arbeitsaufwand und das zu erzielende Ergebnis, mit der dafür notwenigen Arbeit und Zeit im Verhältnis steht.  In vielen Fällen, wie in meinen beiden Beispielen, ist es die Arbeit wert, wer jedoch lediglich einen Informationsforum erstellen möchte, der sollte sich überlegen ob es nicht einfacher ist die Informationen im Unterricht zu nennen. Wer also Spaß am Internet findet und selbst damit umgehen kann, der kann auch gegebenenfalls mit einer Klasse einen Blog erstellen. Man sollte sich nicht davor scheuen.
(Laura Allgeier)

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Moodlekurs mit Ideen zur Medienbildung
https://test.lms4free.de/course/view.php?id=2 (>> als Gast anmelden)

Über diesen Link gelangt man zur Ansichtsseite des „Moodlekurs mit Ideen zur Medienbildung“. Moodle ist eine Online-Lernplattform die sämtliche Lerninhalte, sowie Kommunikations- und Kooperationswerkzeuge zur Verfügung stellt. Der Kurs wurde von Maik Riecken angelegt und gestaltet. Er steht unter CC-Linzenz, weshalb er für jeden zugänglich ist und für jeden als Download bereitsteht. Somit kann er tendenziell von jedem Lehrer in seinem Unterricht verwendet werden. Riecken verweist ausdrücklich darauf, dass der Kurs „ausbaufähig“ sei und „als Grundlage für Weiterentwicklungen dienen kann“ (http://riecken.de/index.php/2010/01/download-moodlekurs-mit-ideen-zur-medienbildung/). Man kann nach dem Download also auch die einzelnen Materialien einfach in seine eigene Moodle-Plattform integrieren und sie je nach Bedarf und Leistungsstand der Schüler anpassen.
Der Moodlekurs ist thematisch in 3 Bausteine aufgeteilt („Internetnutzung“, „Chat & andere Plaudereien“ und „Netzpolitik und Internetzensur“), wobei alle 3 zur Präventionsarbeit in der Schule eingesetzt werden können. Inhaltlich geht es nämlich eben um den sicheren Gebrauch und die sichere Nutzung des Internets. Es soll den Kindern aufgezeigt und verständlich gemacht werden, wo und was für Gefahren im Internet lauern und worauf sie achten sollten. Um dies den Kindern deutlich zu machen und sie es erarbeiten zu lassen, werden von Riecken verschiedene Anwendungen eingesetzt. Zum einen verlinkte er auf der Plattform mehrere Videos zum Thema, die sich die Schüler rein informativ oder gebunden an einen Arbeitsauftrag ansehen sollen. Zum anderen richtete er Foren und Chats ein, in denen über das jeweils Gesehene und Gehörte die eigene Meinung abgegeben und diskutiert werden soll. Des weiteren kann auf der Seite noch themenspezifisches Arbeitsmaterial heruntergeladen werden, was wiederum mehr Hintergrundwissen verschaffen soll.
Maik Riecken setzte den Kurs im Januar 2010 lerngruppenübergreifend in einer 7. Klasse ein und reflektierte ihn anschließend. Er kam zu dem Ergebnis, dass das Konzept prinzipiell funktioniert. Alle Schüler schienen die 90-minütige Doppelstunde einzig für die Aufgaben zu nutzen, ohne dabei in Privatgespräche abzuschweifen, woraus er schloss, dass der Einsatz von Film und Text offenbar genügend Abwechslung für Schüler der 7. Klasse bietet. Außerdem beobachtete er, dass manche Schüler den Kurs sogar dazu nutzten in ihrer Freizeit weiter über die Themen zu diskutieren.
Ich persönlich finde diesen Kurs ein gutes Beispiel dafür, wie man Medienarbeit in die Schule einfließen lassen kann. Er verlangt von den Schülern zwar keine hohe Medienkompetenz ab, da für sie zum Erfüllen der Aufgaben wahrscheinlich nicht allzu viel Neues auftritt (die meisten wissen bereits, wie man Links öffnet oder Chats benutzt). Dennoch macht es gerade bei dieser Lerneinheit Sinn, Schüler Medien benutzen zu lassen und außerdem ist der Kurs, auf die Reflektion von Riecken gestützt, ja auch in der Praxis unterrichtstauglich.
(Nicolas Rauch)

2 comments to best-practice-Projekte zum Social-Media-Einsatz in der Schule

  • Hallo,

    ich habe diesen Beitrag gelesen, in dem es u.a. um den Blog meiner Klasse (http://www.pantherblog.de) geht. Gerne möchte ich dazu ein paar Anmerkungen machen.

    Ja, das Bloggen mit wordpress ist wirklich nicht schwierig. Wir benutzen als “interface” noch windows live writer. Ein sehr geeignetes Tool für Kinder, in dem sie schnell selbstständig schreiben und Bilder einfügen können. Hochladen dann immer durch den Lehrer mit Passwort.

    Herr Rauch merkt kritisch an, dass – frei zitiert – “das insgesamt doch etwas wenig sei…..”
    Einerseits “nein” – Einzelne recht leistungsschwache Kinder haben einige Zeit zu tun: handschriftlicher Textentwurf, Überarbeitung, abtippen in Blog, Korrektur und sind dann sehr stolz auf diese “kleinen” Ergebnisse. Das Bloggen im auch geöffneten Unterricht “einzubauen” ist nicht immer leicht, auch wenn ich leistungs- und binnendifferenziert arbeite.
    Andererseits “ja”. Nach einem kurzen Projekt mit meiner letzten Klasse (2009) habe ich nun versucht, kontinuierlich über drei Jahre zu arbeiten (ich habe als Klassenlehrer die Stufen 4-6) mit möglichst wöchentlichen Einträgen. Schon ein richtiges Vorhaben.
    Was aber die Fähigkeiten der Schüler am PC anbelangt, hat Herr Rauch sicherlich recht. Es geht noch mehr. Wir planen ein wiki, nur die Umsetzung ist noch nicht klar. Wir könnten uns “einhängen” z.B. bei http://www.juniorwiki.de, ein eigenes machen (http://www.wikispaces.com) oder: wir integrieren das (mit weniger “echten” wiki-Funktionen) in unseren pantherblog. Dann würden Seiten entstehen mit Beiträgen zu “Was ist eine Fabel?” “Wie erweitert man einen Bruch?” usw.

    Zum Hintergund: In meiner Klasse/Schule arbeiten wir mit bettermarks.de Mathe-Lernplattform online, verschiedener Lernsoftware, Lernplattform Thinkquest (http://www.thinkwquest.org), die Schüler müssen sich also hier und da anmelden, man sollte sich da nicht verzetteln. Daher werden wir wohl im letzten Schulhalbjahr (nach der 6. Klasse geht es bei uns auf die Oberschule) ein “wikiartiges” Seitengefüge im Blog ergänzen.

    Mit freundlichen Grüßen
    aus der Berliner Maria-Montessori-Grundschule
    http://www.mmg-online.de